Farben der Opale / Farbspiel

Bei Opalen wird zwischen zwei Farbenarten unterschieden:

Körperfarbe

Die Körperfarbe ist die Grundfarbe der Opale ohne Farbenspiel. Das Farbspektrum reicht von Weiß über Grau bis hin zu Tiefschwarz. Auch braune Farbtöne sind oft vertreten. Rote, orange und gelbe Farbtöne (z.B. Feueropal) kommen ebenfalls vor. Blaue (z.B. Andenopal) und grüne Körperfarben sind selten. Bei klaren und durchsichtigen Opalen kann die Körperfarbe auch ganz fehlen (z.B. Hyalit, Wasseropal).

Opalisieren

Nicht mit Opaleszenz verwechseln!

Als Opalisieren wird das Farbspiel mancher Opale bezeichnet. Dieses wird durch die Beugung des Lichtes im Opal an den SiO2-Kügelchen erzeugt.

Farbtypen

Für die Unterscheidung von Gemeinen Opalen (potch) und Edelopal ist das Farbspiel von Bedeutung. Den Gemeinen Opalen fehlt das Farbspiel, Edelopale hingegen zeigen dies mehr oder minder deutlich ausgeprägt. Die einzige Ausnahme sind Feueropale. Diese werden auch zu den Edelopalen gerechnet, wenn sie kein Farbspiel zeigen, dafür aber durchscheinend bis klar sind.

Nach der Körperfarbe werden bei den australischen Opalen drei Gruppen von Opalen unterschieden:

  • Heller Opal (light opal) - Opal mit heller oder milchiger Körperfarbe
  • Dunkler Opal (dark opal) - Opal mit grauer Körperfarbe
  • Schwarzopal (black opal) - Opal mit schwarzer Körperfarbe

Klare oder nur wenig trübe Opale erhalten oft den Zusatz Kristall (crystal). Dies bezieht sich lediglich auf die Transparenz des Opals und bedeutet nicht, dass ein Kristallopal eine kristalline Struktur besitzt. Auch Kristallopale sind amorph.

Ein Kriterium bei der Wertbestimmung von Opalen ist auch das Muster des Farbspiels (pattern). Das Muster ist das Ergebnis von der Größe und Verteilung der einzelnen Farbflächen sowie deren Abgrenzung (klar oder fließend). Manche Muster erhalten extra Namen. Am bekanntesten ist sicher das Harlekin-Muster. Opale mit einem solchen Muster werden dann auch als Harlekin-Opal oder einfach als Harlekin bezeichnet. Es gibt Unmengen an Namen für Muster.

Beispiele sind:

  • Harlekin
    die Farben sind wie auf einem Schachbrett angeordnet
  • Flagstone
    grosse viereckige Flächen, im Unterschied zum Harlekin aber unregelmäßig angeordnet
  • Kirchenfenster / Church Windows
    die Farbflächen sind deutlich getrennt durch Potch oder Matrix (Muttergestein), es entsteht der Eindruck eines mittelalterlichen Kirchenfensters - sehr selten, nur von wenigen Fundorten in Queensland (Australien) bekannt

Ein bei Opale sehr selten auftretender Lichteffekt ist das Katzenauge und der Rolling flash. Ersteres kann bei Gemeinen Opalen auftreten, letzteres bei Edelopalen. Beide Effekte kommen am Besten auf einem Cabochon zur Wirkung. Wird der Opal bewegt, dann wandert beim Gemeinen Opal ein schmales Lichtband und bei Edelopalen ein schmales Farbband über die Oberfläches des Opals. Der Rolling flash wird zu den Mustern (pattern) gezählt.


Codes

CodeHTML-Code / BBCode

HTML-Code:
Foren-BBCode: